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Un Grand Amour de Beethoven Französischer Spielfilm von 1936 Regie und Drehbuch: Abel Gance



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Mittwoch, 13. Dezember 2017 18:00–20:30 Uhr

Kursnummer 6230
Leitung Dr. Ingrid Bodsch
Datum Mittwoch, 13.12.2017 18:00–20:30 Uhr
Plätze min. 10 / max. 100 noch genügend Plätze frei
Entgelt 8,00 EUR
Ort VHS, Mülheimer Platz 1, Raum 1.11 (Saal)
Mülheimer Platz 1
53111 Bonn

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Beethoven im Film

Mit der Etablierung des Films als eines der wichtigsten Massenmedien seit dem frühen 20. Jahrhundert ergab sich die Möglichkeit, die Lebensgeschichten berühmter Personen auch jenseits gedruckter Biographien populär zu machen. Natürlich spielt bei Filmbiographien über Komponisten immer auch die Musik selbst eine große Rolle. Ebenso muss sich ein Spielfilm an keine historischen Fakten halten, sondern kann als eigene Kunstform fiktionale Elemente einbauen oder teilweise sogar ganz von den realen Begebenheiten abweichen. Über Ludwig van Beethoven gibt es einschließlich der frühen Stummfilme über 30 Filme, die in der populären Rezeptionsgeschichte des in Bonn geborenen Komponisten große Bedeutung haben.

Mit Harry Baur als Beethoven, Annie Ducaux als Therese von Brunsvik, Jany Holt als Juliette Guiccardi und der junge schöne Jean-Louis Barrault als Karl van Beethoven.
Abel Gances Beethoven entstand über ein Jahrzehnt nach seinem berühmten, wenn auch erst nach seiner Rekonstruierung in den 1980erJahren zum legendären Stummfilmklassiker gewordenen Napoleonfilm. Der 1889 geborene französische Filmpionier, der 1981 mit über 90 Jahren in Paris gestorben ist. baute seinen Beethovenfilm in leitmotivisch besetzten Szenen auf, die 1801 im Leben von Beethoven einsetzen und mit seinem Tod enden. Gance geht es nicht um biographische Wahrheiten - so härmte sich Julie Guiccardi, die 1803 den jungen Graf Gallenberg geheiratet, mit diesem nach Neapel gegangen und mit ihrem Mann erst 1822 wieder nach Wien zurückgekommen war, sicher nicht ihr Leben lang um Beethoven, und war schon gar nicht die Geliebte Karls van Beethovens -, sondern um den ganz auf sein musikalisches Genie "zurückgeworfenen" ertaubten Musiker, der, um das heroische Klischee zu erfüllen, auch noch als gänzlich verarmt geschildert wird. Der in seinen Bildern sehr eindrucksvolle Film entstand mit Liveeinspielungen des Orchestre de la Societé des Concerts du Conservatoire de Paris unter der Leitung von Louis Masson.

Dr. Ingrid Bodsch Dozent/in

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