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Christliches Abendland - eine Fiktion?

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Donnerstag, 17. Mai 2018 18:00–19:30 Uhr

Kursnummer 6052
Dozentin Dr. Jeannette Spenlen
Datum Donnerstag, 17.05.2018 18:00–19:30 Uhr
Plätze min. 8 / max. 25 noch genügend Plätze frei
Entgelt 6,00 EUR Anmeldung wird empfohlen!
Ort

VHS, Mülheimer Platz 1, Raum 3.49
Mülheimer Platz 1
53111 Bonn
Raum

Kursort

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"Christlich" und "Abendland" scheinen klare Begriffe zu sein, sind aber ganz und gar nicht eindeutig. Was bedeutet denn "christlich"? Wo sind die geografischen Grenzen des Abendlandes? Dieser Vortrag nimmt in den Blick, wie der Begriff "Christliches Abendland", ab dem 5. Jahrhundert ursprünglich als Bezeichnung für die ehemaligen römischen Provinzen des westlichen Europas verwendet, seit dem Mittelalter bis heute für Emotionen sorgt. Tatsächlich hat sich "das" Christentum in Europa sehr differenziert entwickelt: ab dem Jahr 1054 spielte die Orthodoxie eine eigene Rolle, im Jahr 1517 setzte die Reformation ein und damit die Trennung innerhalb der Westkirche. Neben dieser innerchristlichen Entwicklung wird in diesem Vortrag in den Blick genommen, dass Europa auch durch Judentum und Islam geprägt wurde. Für die moderne Entwicklung Europas sind Aufklärung und Französische Revolution ebenfalls von grundlegender Bedeutung, da der Verstand als Grundlage der Entscheidung angesehen und zum anderen der Ruf nach Gleichheit und Freiheit der Menschen oft mit einer Kritik an den Kirchen verbunden wurde. Die Erfahrungen der Weltkriege haben die Menschen in Europa und die Kirchen tiefgreifend erschüttert, haben zu Glaubenszweifeln und Abkehr von Kirchen einerseits und zu neuen ökumenischen Bündnissen der Kirchen andererseits geführt. Der Vortrag versteht sich als einen Beitrag zur europäischen Erinnerungskultur.

Dr. Jeannette Spenlen Dozentin

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