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Claude Monet, die Impressionisten und die Normandie

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wenige Plätze frei

Donnerstag, 01. März 2018 19:30–21:00 Uhr

Kursnummer 6304
Leitung Hermann F. Schweitzer
Datum Donnerstag, 01.03.2018 19:30–21:00 Uhr
Plätze min. 8 / max. 25 nur noch wenig Plätze frei
Entgelt 6,00 EUR Anmeldung wird empfohlen!
Ort VHS, Mülheimer Platz 1, Raum 3.49
Mülheimer Platz 1
53111 Bonn

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Es war vor allem die abwechslungsreiche Landschaft der Normandie, einerseits die Felsenküste am Meer, andererseits die Parklandschaften im Hinterland, die Maler wie Monet und Renoir begeisterten.
Das oft wilde Meer, von Sturm und Regen aufgewühlt, hat Monet als Herausforderung gesehen und immer wieder fasziniert. Er hat seine Feldstaffelei in Êtretat direkt am Wasser aufgebaut. Dass heftige Brandung ihm seine Leinwände gelegentlich entrissen hat, ist überliefert in Briefen an seine Frau.
Auguste Renoir hingegen liebte es friedlicher, das kennzeichnet die duftigen, im Sonnenlicht flirrenden Landschaftsbilder. Angenagte Felsen, aufschäumendes Meer und heftige Wasserwirbel hatten die Japaner (Hokusai und Hiroshige) in vielen Holzschnitten auf faszinierende Weise gestaltet. Claude Monet wurde davon stark beeinflusst, schließlich hatte er eine große Sammlung dieser Stiche zusammengetragen. Die Japanliebe kennzeichnete weite Kreise der westeuropäischen Intelligentia und beeinflusste die bildenden Künste nachdrücklich.
Das Malen in der Natur, der Pleinairismus, kennzeichnet die Arbeit aller Impressionisten. Auf Dauer war Renoir die Normandie zu herb und zu kalt, weshalb er schließlich an die Côte d‘Azur geflüchtet ist.
Beide Künstler waren sich aber einig in ihrer großen Liebe zum Thema Garten, genauso wie Morisot und Caillebotte. Und so wollen wir die Bipolarität der Freiluftmalerei genießen, Heftigkeit contra Idylle; und manchmal beides zugleich: Eine stürmische Liebe - zu Wasser und zu Land. Diesem Spannungsbogen zwischen Êtretat und Giverny werden wir im Vortrag nachspüren.

Hermann F. Schweitzer Dozent/in

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