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Gotik des 19. Jahrhunderts als Ausdruck einer Ideologie"

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Freitag, 08. Juni 2018 17:00–19:00 Uhr

Kursnummer 6406
Leitung Martin Vollberg
Datum Freitag, 08.06.2018 17:00–19:00 Uhr
Plätze min. 10 / max. 20 noch genügend Plätze frei
Entgelt 6,00 EUR Per Überweisung oder Lastschrift, keine Tageskasse. Schriftliche Anmeldung erforderlich!
Ort Treffpunkt: Vor dem Eingang des LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstr. 14-16
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn

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In Preußen dominierte in der Zeit der Übernahme des Rheinlandes der Kunststil des Klassizismus. Wichtige Denkmäler sind jedoch im gotischen Stil geschaffen, so Karl Friedrich Schinkels (1781-1841) Denkmal für die Kriege gegen Napoleon. Orientierungspunkt für die Denkmäler des 19. Jahrhunderts war das damals durch Abbildungen sehr bekannte Hochkreuz in Godesberg. Die Verbindung von Gotik und Kampf gegen Napoleon hatte Folgen. So ist nicht eindeutig deutlich, worauf sich zahlreiche Grabdenkmäler des Alten Friedhofs in Bonn beziehen, weil auch das Denkmal auf dem Drachenfels dieser Vorlage folgt. Sulpiz Boisserée (1783-1854), der 1945 von München nach Bonn umzog, um im Auftrag des preußischen Königs den Kölner Dombau zu "allen wesentlichen artistischen Angelegenheiten des Dombaues" eine Aussage machen sollte, ist von seiner Religion bestimmt, doch auch patriotische Absichten spielen eine Rolle. Der Kölner Dom wird zum Nationaldenkmal. Der Kölner Generalvikar und Weihbischof Johann Anton Baudri (1804-1893) macht den gotischen Stil als einzigen "christlichen Stil" für Kirchenneubauten verpflichtend und verlang, dass alle Vorplanungen der Gemeinden über sein Amt laufen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts schreibt der Religionslehrer Josef Prill (1852-1935) Aufsätze zur Verteidigung des gotischen Stils sogar gegen den romanischen Stil und entwirft Kirchen im gotischen Stil für Bonn. Die dogmatische Neogotik führt in zahlreichen Fällen zur Ermüdung.

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