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Grenzgänge der poetischen Sprache beim "Faust"-Übersetzen

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Der Kurs ist abgeschlossen.

Donnerstag, 21. November 2019 19:30–21:00 Uhr

Kursnummer 6111
Leitung Cho Young-Ae
Datum Donnerstag, 21.11.2019 19:30–21:00 Uhr
Plätze min. 10 / max. 80 noch genügend Plätze frei
Entgelt kostenlos
Ort

VHS, Mülheimer Platz 1, Raum 1.11 (Saal)
Mülheimer Platz 1
53111 Bonn
Raum 1.11

Kursort

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Faust in ein völlig anderes Sprachsystem zu übertragen ist eine Herausforderung. Die sozial, historisch und religiös bedingten Probleme werden ebenso wie die zwischensprachlichen umrissen, um zu zeigen, was beim Übersetzen alles zu bedenken ist. Andererseits muss vieles auch erst erfasst werden. Ein einigermaßen passendes Äquivalent zu dem Reim-Dialog zwischen Faust und Helena etwa lässt sich erst finden, nachdem man einen Gang durch die europäische Verslehre gemacht hat. Dem einmal geschärften Blick fallen jedoch bald parallele Fälle aus der eigenen vormodernen Literatur auf, die man - im Sog der Aneignung des westlichen Bildungsguts - ungerechterweise vernachlässigt hat. Es wächst auch das Verständnis für die Literaturen in der Nachbarschaft: die chinesische wie die japanische Klassik. So erweist sich die Wahrheit des Verses: Nur wer Hafis liebt und kennt / Weiss was Calderon gesungen. Hafis stellt, in diesem Fall, Faust dar.

In Kooperation mit der Goethe-Gesellschaft Bonn.

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