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Schlechte Steuern - schlechte Politik?



"Lateinamerikanische Perspektiven" heißt eine Reihe, die wir in Kooperation mit der Abteilung für Altamerikanistik der Universität Bonn und dem Ibero-Club Bonn e. V. durchführen. Die Reihe widmet sich in diesem Semester dem Thema Ungleichheit - Teilhabe - Gerechtigkeit in Lateinamerika.

Gute Steuersysteme sorgen nicht nur für die notwendigen Einnahmen, um staatliche Leistungen zu finanzieren. Sie tragen auch dazu bei, die Einkommensungleichheit zu verringern. Steuersysteme, die als gerecht empfunden werden, stärken die Legitimität des Staates und verbessern das bürgerschaftliche Monitoring.

Von diesem Ideal sind die Steuersysteme Lateinamerikas mehr oder weniger weit entfernt. Hier ist das Steueraufkommen oft zu klein, um die von der Bevölkerung gewünschten Leistungen zu finanzieren. Die privaten Einkommen und Vermögen werden zu wenig besteuert, so dass die Verteilungswirkung von Steuern eher regressiv als progressiv ist. Weil viele Länder der Region einen stark ressourcenbasierten Entwicklungspfad gewählt haben, sind staatliche Einnahmen großen Schwankungen ausgesetzt, was sich negativ auf Planungssicherheit auswirkt.

Christian von Haldenwang ist Politikwissenschaftler und Mitarbeiter am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in Bonn. Er beschäftigt sich mit Fragen der Steuerpolitik und -reform.

Dr. Christian von Haldenwang Dozent/in

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