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"De los Yungas a las ciudades" Afrobolivianische Perspektiven auf Migration und Urbanität

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Kulturelle Vielfalt in urbanen Räumen

Urbanes Leben zeichnet sich in den Städten Lateinamerikas sowohl durch die Vermischung vieler Völker als auch durch den stets wechselnden Einfluss transnationaler Regime aus. Vor diesem Hintergrund widmet sich die Vortragsreihe der kulturellen Vielfalt und des urbanen Zusammenlebens in Lateinamerika von der vorspanischen Vergangenheit bis in die postkoloniale Gegenwart.

Verglichen mit anderen Ländern Lateinamerikas ist in Bolivien der Bevölkerungsanteil von Nachfahren afrikanischer Sklavinnen und Sklaven sehr gering. Der Großteil der afrobolivianischen Bevölkerung lebte bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts in ländlichen Gebieten vom Coca-Anbau. Seit den 1970er Jahren migrieren Afrobolivianerinnen und Afrobolivianer jedoch verstärkt aus ländlichen Gebieten in urbane Zentren Boliviens. Als Folge ergeben sich inter- und transkulturelle Begegnungen, die der Ausgangspunkt für eine Revitalisierung afrobolivianischer Kultur und ein wichtiger Faktor für die politische Mobilisierung der afrobolivianischen Bevölkerung sind.

Moritz Heck ist Doktorand am Institut für Ethnologie der Universität zu Köln. In seinem Promotionsprojekt beschäftigt er sich mit der afrobolivianischen Bevölkerung, vor allem im Hinblick auf politische Mobilisierung und rechtliche Anerkennung.

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