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Leben in Kenias weißem Hochland Hegemonische Machtbeziehungen in Laikipia County



Afrikanische Aspekte - Unsere langjährige Kooperationsreihe mit dem Deutsch-Afrikanischen Zentrum befasst sich in diesem Semester mit dem Thema Ungleichheit - Teilhabe - Gerechtigkeit in Afrika.

Als "weißes Hochland" wurde das zentralkenianische Laikipia County bezeichnet, weil sich in der Kolonialzeit weiße Bäuerinnen und Bauern unter umstrittenen Bedingungen große Ländereien angeigneten. Heute wird die Region, die sich selbst als "The Oasis of Opportunities" wahrnimmt, von Experten als tickende Zeitbombe bezeichnet.

In den Jahren nach der Unabhängigkeit eigneten sich schwarze Eliten illegal und irregulär Land in Laikipia an. Heute besitzen 48 Individuen einer "bunten internationalen Elite" etwa 40 Prozent der gesamten Landfläche Laikipias, während Zehntausende Landlose in unmittelbarer Nachbarschaft um ihr Überleben kämpfen.

Bei blutigen Unruhen mit Beteiligung von bis zu 10 000 bewaffneten Pastoralisten zwischen Juni 2016 und März 2017 wurde auch ein weißer Farmer auf seiner Ranch erschossen. Der Mord ist ein politisches Statement.

René Vesper arbeitet im Bereich Entwicklungsgeographie des Geographischen Instituts der Universität Bonn. Er schildert, wie der über Jahrzehnte zementierte ungleiche Zugang zu Land und Macht dazu führte, dass der kenianische Staat die gesamte Region für "instabil" und "unsicher" erklärte.

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