Kursnummer | 6406 |
Leitung |
M.A. Walter Schiffer
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Datum | Montag, 29.09.2025 16:00–17:30 Uhr |
Plätze | min. 15 / max. 21 noch genügend Plätze frei |
Entgelt | 8,00 EUR eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. |
Ort |
Treffpunkt: Eingang Jüdischer Friedhof, Beuel in Schwarzrheindorf
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Jüdische Friedhöfe werden ‚Häuser der Ewigkeit‘ genannt, weil sie auf Ewigkeit angelegt sind. In Deutschland zählen wir heute etwa 2400 Begräbnisstätten. Der früheste, heute noch erhaltene Friedhof liegt in Worms, die Datierung der ältesten Steine reicht bis in die 1050er Jahre zurück. In den meisten Orten gibt es nach der Schoah keine jüdischen Gemeinden mehr, die jüdischen Friedhöfe sind somit vielerorts die einzigen Zeugen jüdischen Lebens in Deutschland.
Der jüdische Friedhof im Bonner Stadtteil Endenich wurde 1861 als Begräbnisplatz der Israelitischen Gemeinde Poppelsdorf angelegt. Er wurde bereits 1896 und mehrfach während der NS-Zeit geschändet. Die erhaltenen Inschriften können auf 96 Grabsteinen von den Menschen der Gemeinde erzählen. Der Endenicher Begräbnisplatz zeigt eine der zahlreichen Facetten rheinisch-jüdischer Kultur.
Eingebettet in Fragen der Erinnerungskultur, wird bei der Führung die Geschichte der Gemeinde und des Friedhofes skizziert und das Selbstverständnis eines jüdischen Friedhofs erläutert. An exemplarisch ausgewählten Grabmalen werden der Aufbau der hebräischen Inschriften und Symbole erklärt sowie - soweit bekannt - Anmerkungen zu Biographien der hier Bestatteten gemacht.
Männliche Teilnehmer tragen beim Besuch des Friedhofes eine Kopfbedeckung.