| Kursnummer | 6003 |
| Leitung |
Michael Schikowski
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| Datum | Donnerstag, 05.03.2026 19:00–20:30 Uhr |
| Plätze | min. 10 / max. 70 noch genügend Plätze frei |
| Entgelt | kostenlos eine Anmeldung wird empfohlen |
| Ort |
VHS, Mülheimer Platz 1, Raum 1.11 (Saal)
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In der Reihe "Kulturkalender" erinnern wir an Jahrestage herausragender Persönlichkeiten und Ereignisse aus Geistesleben und Kultur. Forscher*innen Wissenschaftler*innen und freie Autor*innen vermitteln bemerkenswerte und spannende Einblicke in ihre Schwerpunktthemen.
Rilkes Gedichte sind vielen ein Leben lang geläufig. Sie wirken bis heute. Die Intensität seiner Prosa strebte die vollkommene Erfassung des Gegenstands an. Der Weg dorthin führte Rilke über das handwerkliche Können, das jede Äußerung, gerade auch die Briefe, einschloss. Im Brief an einen jungen Dichter nennt er sein Programm: "Wie ein erster Mensch zu sagen, was wir sehen und erleben und lieben."
Die Nähe zum Journalismus, zu dem er alle Gaben besaß, fürchtete er. In ihm hätte er ein Auskommen gehabt. Rilke entschied sich für ein prekäres und zugleich luxuriöses Dasein, wurde er doch vielfach ein Protegé der Reichen. Als Besucher von Tolstoi wurde er diesem lästig, als Sekretär Rodins produktiv. Auch in Worpswede hielt er sich auf, heiratete die Bildhauerin Clare Westhoff, und trennte sich bald darauf.
Neben einigen Gedichten werden vor allem die Prosawerke Rilkes wie die "Geschichten vom lieben Gott", die unvergänglichen "Briefe an einen jungen Dichter" und die "Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" im Mittelpunkt dieses Abends stehen.
In Kooperation mit der Uni Bonn/Studium Universale