| Kursnummer | 6304 |
| Leitung |
Lothar Altringer
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| Datum | Donnerstag, 26.03.2026 19:00–20:30 Uhr |
| Plätze | min. 15 / max. 25 noch genügend Plätze frei |
| Entgelt | 8,00 EUR Wir bitten um eine vorherige Anmeldung. |
| Ort |
VHS, Mülheimer Platz 1, Raum 3.49
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Große Kunstwerke und Innovationen entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern in einem vielschichtigen kulturellen, politischen und geografischen Umfeld. In der vierteiligen Vortragsreihe, die im Sommersemester 2026 sowie im Wintersemester 2026/27 stattfindet, werden vier besondere Werke der europäischen Kunstgeschichte präsentiert. Dabei werden die Künstler, ihre Konkurrenten, ihre Auftraggeber sowie die Städte, in denen die Werke entstanden sind, in all ihren Facetten einbezogen. Die Vorträge laden mit vielen Bildern und Detailaufnahmen zum intensiven Betrachten ein – und vielleicht auch dazu, die Städte, in denen diese Meisterwerke entstanden sind, beim nächsten Besuch aus einer frischen Perspektive neu zu entdecken.
Enrico Scrovegni, der die Kapelle in Padua in Auftrag gab, entstammte einer einflussreichen Bankiersfamilie, deren Reichtum jedoch durch Wucherzinsen in Verruf geraten war. Der Bau und die Ausmalung der Kapelle waren gleichermaßen eine Demonstration seines kulturellen Anspruchs und ein Versuch der gesellschaftlichen Rehabilitation. Padua war um 1300 eine wohlhabende, aber politisch unruhige Stadt, geprägt von Machtkämpfen zwischen reichen Patrizierfamilien, bürgerlichen Eliten und kirchlichen Autoritäten. Zugleich galt sie als eines der geistigen Zentren Norditaliens mit ihrer traditionsreichen Universität und einem regen Austausch von Ideen, die bald die Renaissance vorbereiteten.
Der Vortrag lädt zu einer Entdeckungsreise in Giottos farbgewaltige Bilderwelt sowie in die Stadt und Epoche, in der sie entstanden sind, ein.