| Kursnummer | 6352 |
| Leitung |
Dr. Arnold Maurer
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| Datum | Donnerstag, 12.03.2026 19:00–20:30 Uhr |
| Plätze | min. 10 / max. 25 noch genügend Plätze frei |
| Entgelt | 8,00 EUR eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. |
| Ort |
VHS, Mülheimer Platz 1, Raum 3.49
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Der moderne venezianische Karneval ist vor allem ein (kurzes) Medienereignis. Das verstellt den Blick auf eine lange, in der Stadt heiter und ausgelassen gelebte Tradition. Ein Verzeichnis der „Masken“ (Kostüme) eines Karnevalszugs aus dem 18. Jahrhundert verzeichnet über 70 „Arten, sich zu verkleiden“, von der „Witwe vom Lande mit Huhn“ bis zur Figur des Nüsse und Pistazien verkaufenden Armeniers (abaggigi). Sechs Monate im Jahr, auch außerhalb des Karnevals, war es gestattet, sich zu kostümieren. Damit war man für die Mitbewohner „mit Tabarro und Bauta“ (Kapuzen-Umhang, Halbmaske und Dreispitz, Mantel) anonym, besuchte die Spielsalons und lebte seine Vorlieben. Im venezianischen Karneval findet man neben diesen Gesellschaftsmasken aber auch Kostümierungen durch Figuren aus der Tradition der Commedia dell’Arte: Pantalone, Brighella, Arlecchino, sowie weitere Typen, die zur lokalen Tradition beitrugen: die Gnaga (verkörpert von Männern in Frauenkleidung) und den Eier schleudernden Mattaccino etwa.