| Kursnummer | 6016 |
| Leitung |
PD Dr. Gunnar Schumann
|
| Datum | Donnerstag, 17.09.2026 19:00–20:30 Uhr |
| Plätze | min. 10 / max. 25 noch genügend Plätze frei |
| Entgelt | 8,00 EUR |
| Ort |
VHS, Mülheimer Platz 1, Raum 3.49
|
Das Wortpaar „Künstliche Intelligenz“ (KI) ist heutzutage in aller Munde. Mit ihr wird ein Teilgebiet der Informatik bezeichnet, das sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens und dem maschinellen Lernen befasst. Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ ist schwierig zu definieren, da es bereits an einer genauen Definition von „Intelligenz“ mangelt, aber meist bezeichnet er den Versuch, Entscheidungsstrukturen des Menschen nachzubilden, indem z. B. ein Computer so gebaut und programmiert wird, dass er relativ eigenständig Probleme bearbeiten kann. Im Verständnis des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ spiegelt sich oft die aus der Aufklärung stammende Vorstellung vom „Menschen als Maschine“ wider, dessen Nachahmung sich die sogenannte „starke KI“ zum Ziel setzt: eine Intelligenz zu erschaffen, die das menschliche Denken mechanisieren soll, bzw. eine Maschine zu konstruieren, die intelligent reagiert oder sich eben wie ein Mensch verhält. Die Ziele der starken KI sind nach Jahrzehnten der Forschung weiterhin visionär.
Die philosophischen Probleme der KI führen tief in die Felder der Philosophie der Sprache und der Philosophie des Geistes hinein. Denn die Antwort auf die Frage, ob Maschinen denken können oder intelligent sind, hängt wesentlich davon ab, was wir unter „denken“ und „Intelligenz“ verstehen wollen. Im Vortrag soll dafür argumentiert werden, dass Computer oder Programme prinzipiell nicht in dem Sinne „denken“ oder „intelligent“ sein können, wie Menschen es sind. Während diese Antwort noch nicht besonders überraschend sein mag, dann vielleicht doch ihre Begründung: Computer und Programme haben keinen (menschenähnlichen) Körper. Und ein Wesen braucht einen solchen, um „intelligent“ genannt werden zu können.