| Kursnummer | 6354 |
| Leitung |
Dr. Georg Cornelissen
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| Datum | Donnerstag, 19.03.2026 19:00–20:30 Uhr |
| Plätze | min. 10 / max. 25 noch genügend Plätze frei |
| Entgelt | 8,00 EUR Wir bitten um eine vorherige Anmeldung. |
| Ort |
VHS, Mülheimer Platz 1, Raum 3.49
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Um 1900, als in Berlin noch der Kaiser regierte, erlernten viele Menschen im Raum Bonn als erste Sprache den Dialekt, entweder zuhause in der Familie oder beim Spiel auf der Straße. Der Sprachraum zwischen den Orten Buschdorf und Mehlem oder zwischen Röttgen und Holzlar war vielfach gestaffelt, die Stadt Bonn hatte zum Teil eigene Dialektvarianten. Manche Wörter aus jener Zeit sind nur für einzelne Orte bezeugt, bestimmte Redewendung ebenfalls: echte „Raritäten“ des Dialekts. So wurde eine schriftliche Mahnung, die jemandem damals ins Haus flattern konnte, in Endenich „Fladdemüsje“ (Fledermäuschen) genannt. Der Maulwurf, allgemein „Molter“, konnte rechtsrheinisch schon mal „Moll“ heißen. Das Thema dieses Vortrags schließt an die Kolumne „Bönnsch zu Beethovens Zeiten“ an, die Georg Cornelissen vor einigen Jahren für eine Bonner Tageszeitung geschrieben hat.