| Kursnummer | 6436 |
| Dozentin |
Dr. Margit Euler
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| Datum | Samstag, 09.05.2026 10:00–12:00 Uhr |
| Plätze | min. 5 / max. 20 keine Plätze frei |
| Entgelt | 8,00 EUR Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. |
| Ort |
Treffpunkt: 53343 Wachtberg-Adendorf, Dorfplatz östlich von Töpferstraße 71
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Das Rheinland gehört zu den bedeutendsten Töpferregionen Westeuropas. Bekannt sind zum Beispiel die Produktionszentren Köln, Siegburg oder der Westerwald. Die „Töpfertradition Westerwälder Steinzeug in und um Höhr-Grenzhausen…“ ist im bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO seit einigen Jahren gelistet.
In Adendorf etablierte sich ab 1743 mit dem Zuzug Westerwälder Töpfer eine Steinzeugproduktion in rheinischer Tradition. Zwischen ca.1872 und 1914 erlebte die Herstellung von salzglasiertem Steinzeug, insbesondere von Gebrauchskeramik, eine Blütezeit. Die Adendorfer Töpferware stellte für die Westerwälder eine ernsthafte Konkurrenz dar.
Der Töpferpfad informiert an vier Standorten über die geschichtliche Entwicklung des Töpferhandwerks in Adendorf vom Aufstieg bis zum Niedergang, über das Brennen der Tonwaren und über die Tongewinnung früher und heute. Die Route führt unter anderem an der „Grube Erhard“ vorbei, wo Sibelco Deutschland zweimal im Jahr sogenannte Gewinnaktionen durchführt und den Rohstoff Ton im Tagebau abbaut; Im Adendorfer Wald sind Zeugnisse des Tonabbaus im 18. und 19. Jahrhunderts zu sehen. Zum Abschluss der Führung ist der Besuch einer Töpferei vorgesehen.
Der von Margit Euler konzipierte Töpferpfad ist ein Projekt der „Aktionsgemeinschaft für Natur und Heimat, Wachtberg e.V.“. Er wurde 2009 eröffnet und ist seit 2015 auch Bestandteil der „Feuerroute“ des Naturpark Rheinland. In seinem Zusammenhang erfolgte ebenfalls die Verlegung spezieller Bodenplatten in den Bürgersteigen in Adendorf als Kennzeichnung ehemaliger und heutiger Töpfereistandorte.
Hinweise: Festes Schuhwerk erforderlich; Änderung des Ablaufs möglich; Treffpunkt: 53343 Wachtberg-Adendorf, Dorfplatz östlich von Töpferstraße 71, schräg gegenüber der Kirche, am Nachbau des Steinzeugofens
Schriftliche Stornierung nur bis zum 25.04.2026, 12.00 Uhr, möglich.